Covid-Pass. Ein ehrgeiziger Plan, der das Reisen in der Pandemie lösen könnte, und nicht nur das

Diese Seite ist eine Aufzeichnung, keine geltenden Regeln

Sie beschreibt die Einreisebedingungen für Österreich, die im Jahr 2021 galten. Österreich hat die mit Covid-19 verbundenen Reisebeschränkungen aufgehoben, und nichts von dem unten Genannten gilt noch.

Was heute für eine Reise nach Österreich gilt, finden Sie auf oesterreich.gv.at. Wir belassen die Seite als Aufzeichnung.

Die Vertreter der Mitgliedsstaaten und des Europäischen Parlaments haben sich nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss geeinigt, der die Einführung eines kostenlosen Zertifikats in digitaler oder Papierform vorsieht - den Covid-Pass. Das Interesse an Aufenthalten im Ausland ist nämlich enorm. Allein aus Tschechien wollen mehr als eine Million Menschen über die Grenze reisen. Die Lösung für Reisende sollen eben die europäischen Covid-Pässe sein. 


Der Covid-Pass mit Daten und Regeln, den die Europäische Union zur Vereinfachung des Reisens vorbereitet, soll ab den Sommerferien gelten. Neben allen Geimpften sollen auch diejenigen Anspruch auf dieses Dokument haben, die Covid-19 in letzter Zeit durchgemacht haben, und darüber hinaus auch Menschen, die vor der Reise einen negativen Test absolvieren. Die Tests werden nicht kostenlos sein. Laut den Europaabgeordneten werden sie "erschwinglich" sein, und bei ihrer Bezahlung werden EU-Fonds den Staaten helfen.


Welcher Impfstoff wird anerkannt?

Die Europaabgeordneten haben beschlossen, dass nur Impfungen mit von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassenen Impfstoffen anerkannt werden. Die einzelnen EU-Staaten können jedoch auch bisher nicht zugelassene Impfstoffe akzeptieren. Der geplante europäische Covid-Pass soll nach dem Prinzip von QR-Codes funktionieren, auch eine Papierform ist vorgesehen. Es wird ein Zertifikat sein, das Reisen nur innerhalb der Europäischen Union ermöglicht, nicht über deren Grenzen hinaus.


Was muss ein Bewerber um den Covid-Pass durchlaufen?

Die Hauptkriterien sollen die Impfung, ein negativer Test, der preislich erschwinglich sein soll, und das Vorhandensein von Antikörpern sein. Die Mitgliedsstaaten erstellen anschließend selbst eigene Apps. Genau in diesen Apps wird das einheitliche EU-Zertifikat gespeichert.


Wozu soll der Covid-Pass dienen?

Auf die Covid-Pässe warten vor allem die Reisebüros, denen die Neuerung die Verwaltung deutlich vereinfachen soll. Durch die Pässe würde nämlich das System vereinheitlicht, mit dem man sich bei Reisen ins Ausland ausweist.


Covid-Pass und Restaurants

Eine breitere Nutzung der Covid-Pässe in Restaurants würden die Gastronomiebetriebe begrüßen, doch hier ist die Nutzung wegen der personenbezogenen Daten problematisch. Über eine breitere Nutzung müssen die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten entscheiden.


Nachbarländer

Die Staaten der Visegrád-Vier, also Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Polen, sollen ihre Impfzertifikate gegenseitig anerkennen. Ziel ist der Start von Dienstleistungen, die von Touristen abhängig sind.


Was bereitet Tschechien vor?

Die tschechische Regierung will mit ausgewählten Ländern ein Abkommen und bereitet auch eigene Reiseregeln vor. Menschen, bei denen die vollständige Impfung gegen das Coronavirus zwei Wochen zurückliegt, könnten ab Mitte Mai leichter reisen. Ministerpräsident Andrej Babiš sprach von Ungarn, Deutschland, Polen, Österreich und der Slowakei, aber auch von Kroatien, Griechenland und Bulgarien.


Die größte Komplikation sind die personenbezogenen Daten

Die Covid-Pässe, die den Menschen ab dem Sommer das Reisen erleichtern sollen, müssen jegliche Diskriminierung ausschließen und den Schutz der personenbezogenen Daten sicherstellen. Darin sind sich die Europaabgeordneten einig. Das Zertifikat wird die minimal notwendige Menge an personenbezogenen Daten enthalten und wird keine notwendige Bedingung für Reisen über die Grenzen sein, es wird sie nur erleichtern.


Wann wird es wirklich so weit sein?

Das Europaparlament soll die Einführung der Pässe endgültig auf der Plenarsitzung in der ersten Junihälfte beschließen, die Zustimmung der Mitgliedsstaaten kann unmittelbar danach folgen. Nach Angaben der Kommission könnten die Covid-Pässe ab Anfang Juli in Betrieb sein, wenn die Regeln in Kraft treten sollen. Noch früher wird jedoch mit einem regionalen Abkommen zwischen Tschechien, Österreich, Deutschland, Ungarn und der Slowakei gerechnet. Es würde den gegen die Krankheit COVID-19 Geimpften das Reisen ermöglichen. Die Verhandlungen der Europaabgeordneten werden wahrscheinlich lang sein; seit Beginn der Pandemie konnten sie sich zwar auf die Vereinheitlichung einiger Reisekriterien einigen, fanden aber bisher zum Beispiel bei der gegenseitigen Anerkennung von Tests keine gemeinsame Meinung.


Autor des Textes: nos

Quelle: E15


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