
Österreich allgemein
mit dem einheimischen Namen Österreich, was auf Tschechisch „östliches Reich“ bedeutet. Der Name stammt vom altdeutschen Ostarrichi (belegt in einer Urkunde Kaiser Ottos III. aus dem Jahr 996), das die Bezeichnung für die sogenannte Ostmark (Marchia orientalis) war, die damals das östlichste Gebiet mit deutscher Bevölkerung war.
Die tschechische Bezeichnung Rakousko (historisch Rakúsy, später Rakousy) stammt von der Grenzburg Ratgoz (heute Raabs am Zusammenfluss der Thaya), deren Namen tschechische Kaufleute zu Rakús (oder Rakuš) verballhornten. Danach benannten sie das umliegende Gebiet und später das ganze Land.
Relief
Etwa 60 % des Landes sind gebirgig und werden von den Alpen gebildet: Tiroler Alpen, Hohe Tauern, Niedere Tauern, Nördliche Kalkalpen und Südliche Kalkalpen. In Ober- und Niederösterreich, nördlich der Donau, liegt ein Teil des alten Gebirges der Böhmischen Masse, das weiter nach Tschechien und Bayern reicht. An der Ostgrenze liegen die Kleinen Karpaten, die bis in die Slowakei reichen.
Große Tiefebenen liegen im Osten entlang der Donau, aber auch im Süden in der Steiermark, die wegen der Ähnlichkeit der Landschaft mit der italienischen Toskana auch Steirische Toskana genannt wird.
Der höchste Berg ist der Grossglockner (3798m) in den Hohen Tauern.
Seen
Der größte See Österreichs ist der Neusiedler See im Burgenland, der auch nach Ungarn hineinreicht. Es folgt der Attersee in Oberösterreich. Groß ist auch der Bodensee, zu Österreich gehört jedoch nur ein kleiner Teil, da er an der Grenze zu Deutschland liegt.
Neben den Bergen haben die Seen auch im Tourismus große Bedeutung, vor allem die Kärntner Seen und die Seen im Salzkammergut. Die bekanntesten sind Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See und Weissensee. Bekannt sind auch der Mondsee und der Wolfgangsee an der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich.
Flüsse
Der größte Teil Österreichs wird von der Donau zum Schwarzen Meer hin entwässert. Nur kleine Gebiete entwässert der Rhein in die Nordsee.
Die österreichischen Flüsse verlaufen durch die einzelnen Täler und entwässern die angrenzenden Gebirge. Die einzelnen Täler haben einen eigenen Charakter, ihre Bewohner haben eine eigene Kultur, eigene Bräuche und auch eine eigene Gastronomie. Entlang der Flüsse verlaufen oft Radwege.
Dazu gehören die Flüsse Lech, Inn, Salzach, Aschach, Ybbs, Fischa, Mühl, Mur, Drau und Gail.
Klima
Das österreichische Klima wird als Mischung aus ozeanischem und kontinentalem Klima bezeichnet, im Osten aus pannonischem. Durch die Besonderheiten dieser Klimate ist Ostösterreich für frostige Winter und heiße Sommer mit ganzjährig geringen Niederschlägen bekannt. Der Westen des Landes unterliegt in der Regel weniger starken klimatischen Bedingungen, daher sind die Winter meist milder und die Sommer eher warm.
Es gibt hier auch niederschlagsreiche Gebiete. Aus den geografischen Bedingungen ergibt sich eine weitere Klimazone, das alpine Klima, das in den Bergen einen strengeren Winter verursacht als im tiefer gelegenen Osten. Eine weitere Besonderheit ist die zeitweise Nord- und Südströmung: Die nördliche bringt polaren Frost, die südliche manchmal auch Saharasand. Dadurch zählt Österreich zum mitteleuropäischen Übergangsklima, mit den Alpen in der Mitte und im Westen und der Pannonischen Tiefebene im Osten des Landes.
Sprachen
Amts- und Muttersprache der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung ist Deutsch. Die österreichische Variante der Standardsprache unterscheidet sich in einigen Wörtern vom Deutsch in Deutschland. Im Land werden zwei grundlegende Dialektgruppen gesprochen – die alemannische und die bairische.
Religion
Die größte Kirche ist die römisch-katholische. Vertreten sind außerdem evangelische und orthodoxe Kirchen, der Islam, das Judentum und der Buddhismus, und ein erheblicher Teil der Bevölkerung bekennt sich zu keiner Konfession. Die Anteile verändern sich, die neuesten Daten veröffentlicht Statistik Austria.